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Hauptansprechpartnerin während der Geburt ist eine Hebamme. Ärzte werden auch bei Geburten in der Regel erst bei Komplikationen hinzugezogen.
Die Geburtshilfeabteilungen (förlossningsavdelning) der Krankenhäuser raten Frauen, bei denen die Wehen eingesetzt haben, in der Regel erst relativ spät zur Geburt in die Klinik zu kommen. Man ruft zuerst in der Geburtsabteilung an und bekommt dann mitgteilt, wann man dort erscheinen kann. In Stockholm kann es zu bestimmten Zeiten passieren, dass das zuvor gewählte Krankenhaus völlig ausgelastet ist und man woanders hingeschickt wird.
Wie in Deutschland sind auch in Schweden die Väter willkommen, an der Geburt ihres Kindes teilzunehmen und es ist sehr üblich, dass sie dies auch tun.
Auffällig ist, dass die Geburtshilfeabteilungen relativ schnell vielseitige Betäubungsmittel, wie Lachgas (!), PDA (Peridural-Anästhesie) oder andere Medikamente anbieten.
Wassergeburten sind in Schweden ziemliches Neuland und eher unüblich. Auch andere Hilfen aus der alternativen Medizin, wie homöopatische Mittel, Akkupunktur/Akkupressur, Aromatherapie u.ä., finden in der konventionellen Geburtshilfe leider noch wenig Anwendung.
Für die ersten Tage nach der Geburt stehen den jungen Familien in den meisten Krankenhäusern sogenannte „Familienzimmer" (familjerum) zur Verfügung. Hier können Mama, Papa und das Neugeborene sich aneinander gewöhnen und befinden sich zugleich in Rufweite von Krankenschwestern und Hebammen.
Die Länge des Klinikaufenthalts ist je nach Geburtsart und Allgemeinzustand von Mama und Baby unterschiedlich, jedoch im Allgemeinen sehr viel kürzer als in Deutschland. In der Regel darf man bei der Erstgeburt zwei Nächte und bei allen weiteren Geburten eine Nacht im Krankenhaus bleiben. |